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    30. 07. 2010

    WOLFF: Fachkräftemangel durch Zuwanderung angehen - Abschotten war gestern

    BERLIN. Zur aktuellen Debatte um die Bekämpfung des Fachkräftemangels durch eine Zuwanderungssteuerung erklärt der Vorsitzende des Arbeitskreises Innen- und Rechtspolitik, Hartfrid WOLFF:

    Konservative Abschottungspolitik ist von gestern. Deutschland ist längst ein Einwanderungs- und Integrationsland und wird es bleiben. Gesellschaftlich wie ökonomisch sind wir auf qualifizierte Zuwanderung von Fachkräften angewiesen, die nach transparenten, gewichteten Kriterien gesteuert wird. Nur so können wir den wirtschaftlichen Standard in Deutschland halten und Wachstum schaffen.

    Es gilt, ideologische Hürden zu beseitigen und das Zuwanderungsrecht weiterzuentwickeln. Der alte Gedanke, dass das Ausländerrecht vor allem Gefahrenabwehrrecht sei, ist von gestern und gehört in die Mottenkiste.

    Der Fachkräftemangel kann durch eine gesteuerte Zuwanderung deutlich abgemildert werden; Wissen ist längst international. Forschung und Entwicklung macht nicht vor Grenzen halt. Die deutsche Wirtschaft ist auf allen Märkten der Welt aktiv, der Arbeitsmarkt für Fachkräfte ist längst international.

    Eine moderne Zuwanderungssteuerung hilft, den exportorientierten Unternehmen und der heimischen Wirtschaft schneller wieder Fuß zu fassen und den Aufschwung zugunsten von mehr Arbeitsplätzen nachhaltig zu nutzen. Die Bundesregierung, insbesondere Forschungsministerin Annette Schavan und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, sind auf dem richtigen Weg.


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