KREIS STEINFURT. In einer Klausurtagung hat sich die FDP im Steinfurter Kreistag mit dem Haushaltsentwurf 2020 auseinandergesetzt. Als Gäste begrüßte man den Kämmerer und Kreisdirektor Dr. Martin Sommer, Baudezernent Carsten Rehers und Sozialdezernent Tilman Fuchs. Alle drei Dezernenten machten deutlich, dass sie den Haushaltsentwurf für moderat halten, auch wenn die Kreisumlage dadurch auf 28,8 Prozent steige und die allgemeine Jugendamtsumlage auf 23,3 Prozent. Dazu Hans-Jürgen Streich: „Diese Zahlen werden von den Städten und Gemeinden kritisch gesehen. Besonders die Personalentwicklung wird bemängelt.

Auch die FDP steht der Steigerung skeptisch gegenüber. Unser Ziel ist es, die Kreisumlage bei 28,1 Prozent zu halten oder unter die 28- Prozent-Marke zu drücken.“ Dabei rückten die großen Ausgabeposten schnell in den Mittelpunkt, etwa die LWL-Umlage. Es wurde deutlich, dass sie um 5,5 Mio. Euro geringer ausfallen wird, als geplant. Das bringt für den Kreis eine Ersparnis von 0,8 Prozent Kreisumlage. Auch bei der Haushaltsposition Personalkosten sieht die FDP an der einen oder anderen Stelle noch Möglichkeiten, Personalkosten einzusparen. Auch im Sozialhaushalt, sieht die FDP noch Potenzial für Kostenreduktionen, ohne die Qualität und die Standards in Betreuung und Versorgung herabzusetzen. Zu gering ist für die FDP der Ansatz für Beteiligung des Kreises am Wasserstoffausbau, für die Aufforstung und für den RVM ausgefallen. Trotz dieser Mehrausgabenwünsche: Insgesamt ergaben die Beratungen der FDP mit den Dezernenten gute Möglichkeiten, den Ansatz bei 28,1 Prozent zu belassen.

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