Wasserstofferzeugung und Brennstoffzellen werden in der Diskussion um zukünftige Antriebstechnologien immer wieder in den Vordergrund gerückt und zum Zentrum medialer Berichterstattung. So auch am 31.10.2019 in der Berichterstattung über den bestehenden Hydrolyseur in Saerbeck und die Probefahrt mit einem brennstoffzellenangetriebenen Zug auf der Strecke der Tecklenburger Nordbahn. Landrat Dr. Effing: „Dies war schon ein besonderes Erlebnis (…)“. 

Im vollständigen Gegensatz dazu stehen die Stellungnahmen der von Dr. Effing geleiteten Kreisverwaltung zu Anträgen der FDP, die eine Zeitnahe Inbetriebnahme eines Brensstoffzellenbusses im Fuhrpark der RVM fordert. Dies wurde mit einem ablehnenden Beschlussvorschlag der Verwaltung versehen. Begründung: Der Geschäftsführer des RVM sei der Auffassung, ein Brennstoffzellenbus reiche für einen Probebetrieb nicht aus.

Dazu sagt der Sprecher der FREIEN DEMOKRATEN im Steinfurter Kreistag Hans-Jürgen Streich: „Diese Haltung von Herrn Dr. Effing und seiner Verwaltung ist völlig widersprüchlich. Einerseits freuen wir uns darüber, dass der Kreis Steinfurt Modellregion in Sachen Wasserstoff geworden ist, andererseits werden Anträge der Politik negativ beurteilt, die praktische Taten folgen lassen würden. Warum fängt man nicht mit einem Brennstoffzellenbus an? Der Landrat ist schließlich Vertreter des größten Anteilseigners im RVM. Bei erfolgreicher Bilanz, wie sie jetzt beispielsweise im Einsatz in der Steiermark erreicht werden konnte, kann ein schrittweiser Ausbau der Flotte erfolgen. Warum widersetzt sich die Verwaltung unter Führung des Landrates  der Idee, auch in den kreiseigenen Fuhrpark solche Fahrzeuge im Realbetrieb zu testen und zu integrieren? Die FDP ist mit entsprechenden Vorschlägen bereits 2017 an den Kreistag herangetreten und 2019 erneut. Immer wird blockiert. Es wird Zeit, dass die energiepolitische Handbremse gelöst wird und wir im Kreis als Modellregion beginnen, uns auch aktiv für den Wasserstoffantrieb stark zu machen.“ Streich wies abschließend darauf hin, dass bereits eine Wasserstofftankstelle in Münster die Versorgung mit Treibstoff sicherstellen kann und kündigte eine weitere Initiative der FDP im Kreistag an, die auf Kreisgebiet die Errichtung von vier weiteren Wasserstofftankstellen anregt. 

Dazu berichtete die Ibbenbürener Volkszeitung am 06. November 2019:
Warum nicht ein Brennstoffzellenbus?

KREIS STEINFURT. Wasserstofferzeugung und Brennstoffzellen werden in der Diskussion um zukünftige Antriebstechnologien immer wieder in den Vordergrund gerückt und zum Zentrum medialer Berichterstattung. Im vollständigen Gegensatz dazu stehen nach Auffassung der FDP die Stellungnahmen der Kreisverwaltung zu Anträgen der Liberalen, die eine zeitnahe Inbetriebnahme eines Brennstoffzellenbusses im Fuhrpark der RVM fordern. Dies wurde mit einem ablehnenden Beschlussvorschlag der Verwaltung versehen. Begründung: Der Geschäftsführer des RVM sei der Auffassung, ein Brennstoffzellenbus reiche für einen Probebetrieb nicht aus. Dazu sagt der FDP-Sprecher im Steinfurter Kreistag, Hans-Jürgen Streich: „Diese Haltung von Dr. Effing und seiner Verwaltung ist völlig widersprüchlich. Einerseits freuen wir uns darüber, dass der Kreis Steinfurt Modellregion in Sachen Wasserstoff geworden ist, andererseits werden Anträge der Politik negativ beurteilt, die praktische Taten folgen lassen würden. Warum fängt man nicht mit einem Brennstoffzellenbus an

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