Rheine. Zu einem Meinungs- und Informationsaustausch sind die Mitglieder der FDP-Kreistagsfraktion und der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Frank Tischner in Rheine zusammengekommen. Im Zentrum der Beratungen standen dabei Themen rund um den Fachkräftemangel im Handwerk, die duale Ausbildung sowie die Meisterpflicht.

Frank Tischner (rechts) mit den Freien Demokraten

In seinem Vortrag hat Tischner dabei zunächst noch einmal den schmerzhaften Konsolidierungsprozess der Kreishandwerkerschaft in den Mittelpunkt gestellt. Die damit verbundene Schrumpfung sei jetzt abgeschlossen und er sei sehr zuversichtlich, für die  zukünftigen Aufgaben optimal gerüstet zu sein. Auch seine Mitarbeiter seien maximal motiviert. Die Bemühungen um Fachkräfte und die Bemühungen um Nachwuchs ständen dabei im Mittelpunkt. Er stellte dabei speziell die beiden Social-Media-Projekte vor, die aktuell auf YouTube und auf der Homepage laufen und auf die Zielgruppe möglicher Auszubildender zugeschnitten sei. Hier gelte es, einerseits neugierig zu machen auf die Berufe des Handwerks. Andererseits werde dargestellt, wie attraktiv die Zukunftsaussichten in Handwerksberufen seien und auch wie wettbewerbsfähig sich Handwerksberufe im Vergleich zu akademischen Berufen ausnähmen. Den 130 Handwerksberufen ständen fast 20.000 Studiengänge gegenüber. Weiterer Gesprächsschwerpunkt war die deutsche Besonderheit „Verknüpfung der innerbetrieblichen und der überbetrieblichen dualen Ausbildung“. So werde sichergestellt, dass jeder Auszubildender alles lerne, was er für seinen Beruf brauche. Um aber auch solide auf höchstem NIveau ausbilden zu können, sei die Meisterpflicht im Handwerk ein wesentliches Element. Übereinstimmung herrschte in der Auffassung, dass deren zwischenzeitliche Abschaffung bei über 40 Handwerksberufen nicht nützlich gewesen sei. Die Wiedereinführung der Meisterpflicht wurde einhellig begrüßt.

Tischner stellte dann noch das Modellprojekt „Kids.company“ der Kreishandwerkerschaft vor, in dem Kleinkinder der Mitarbeiter betreut werden. Aktuell machen der Vorzeigeeinrichtung – wie überall – noch zeitweilig überzogene bürokratische Hemmnisse zu schaffen.

Abschließend wurde noch das Zukunftsprojekt Neuschaffung einer Ausbildungswerkstatt erörtert. Hier soll ein Neubau Ressourcen und Möglichkeiten an einem Standort zusammenfassen. Dafür wenden die Mitgliedsbetriebe einen Millionenbetrag aus eigener Kraft auf und hoffen auf eine Beteiligung des Kreises Steinfurt. Die FREIEN DEMOKRATEN standen dieser Forderung positiv gegenüber, da dieses Projekt die duale Ausbildung im Kreis Steinfurt stark verbessern wird.

 

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