Neuenkirchen. Auf Initiative der FDP-Ortsverbände Wettringen und Neuenkirchen hat der FDP-Landtagsabgeordnete Alexander Brockmeier am Mittwoch die Firma Taxi- und Mietwagenservice Wichmann besucht. Das Unternehmen ist das letzte verbliebene Unternehmen für die beiden Orte. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit den Vertretern der Unternehmerfamilie stand unter anderem das geltende Personenbeförderungsgesetz, das speziell Unternehmer im ländlichen Raum vor große Herausforderungen stellt.

Alexander Brockmeier hob hervor, wie wichtig es sei, die Taxiversorgung für Neuenkirchen und Wettringen zu gewährleisten. „Gleichzeitig denke ich auch an die Erhaltung eines mittelständischen Familienunternehmens, das durch den engen rechtlichen Rahmen an die Grenze der Wirtschaftlichkeit stößt“, hebt der Landesparlamentarier hervor.

Die Firma Wichmann bewirtschaftet aktuell als einziges verbliebenes Unternehmen die beiden Gemeinden Neuenkirchen und Wettringen mit 11 Fahrzeugen. Die Familie Wichmann schilderte in dem Gespräch mit Alexander Brockmeier die großen Probleme, die vor allem durch die Vorschriften für das niedrigfrequentierte Nachtgeschäft entstünden. Eine Taxilizenz erfordere eine Rund-um-die-Uhr-Besetzung. Und das wochentags bei durchschnittlich nicht einmal einem Anruf pro Nacht.

Rudolf Wichmann, Vertreter des Taxiunternehmens erklärt: “Das starre, gesetzliche Korsett, an welches sich die Taxiunternehmer halten müssen, sorgt dafür, dass es immer schwieriger wird, positive Betriebsergebnisse zu erwirtschaften. Auch die Arbeitsmarktsituation lähmt uns zusätzlich. Wir wollen gemeinsam mit der Politik nach Lösungen suchen, um die Taxiversorgung in ländlichen Regionen flächendeckend aufrechtzuerhalten. Wenn wir wollen, dass das Taxi weiterhin Teil des öffentlichen Personennahverkehrs ist, muss die Politik dafür die Rahmenbedingungen schaffen. Das Taxisterben auf dem Land hat längst begonnen.”

Die FDP-Ortsverbände Wettringen und Neuenkirchen hatten den Gesprächstermin mit dem Landespolitiker vermittelt, weil sie verhindern wollen, dass auch das letzte verbliebene Taxiunternehmen ohne Nachfolger schließt. Eine Anpassung des gesetzlichen Rahmens an die Bedingungen im ländlichen Raum müsse politisch diskutiert werden, versprach Alexander Brockmeier. Er werde sich im Landtag in Düsseldorf dafür einsetzen, dass eine entsprechende Initiative gestartet werde.

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