Die Bilder aus den Schweinemastbetrieben, die am Sonntag veröffentlicht wurden, sind erschreckend. Unbestritten liegen hier klare Verstöße gegen das Tierwohl vor Die verantwortlichen Landwirte müssen zur Rechenschaft gezogen und jeder Gesetzesbruch nun lückenlos aufgeklärt werden.

Jetzt versuchen Umweltaktivisten aus den schrecklichen Bildern Kapital zu schlagen und ein ganzes Berufsfeld in Verruf zu bringen. Das machen die Aussagen des Tierwohl.de-Vertreters Adam und der Grünen Landvorsitzenden Neubaur deutlich, indem sie behaupten, dass diese Betriebe repräsentativ für ein gesamtes System seien. Hier kann ich nur widersprechen: Sie sind vielmehr die schwarzen Schafe in einer sonst einwandfrei arbeitenden Branche. Nun alle Landwirte über einen Kamm zu scheren ist nicht nur unredlich, sondern auch gefährlich für unsere regionale Lebensmittelwirtschaft. Durch dieses Handeln werden die rechtsschaffenden Familienbetriebe, die alle bürokratischen Auflagen und Gesetze einhalten und für die das Tierwohl an erster Stelle steht, in Misskredit gezogen.

Gleichzeit gilt: Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung auf den Höfen der Landwirte sind nicht zu rechtfertigen. Gegen Verstöße des Tierschutzgesetzes und anderer Bestimmungen kann nur mit rechtlich legitimen Mitteln entgegen getreten werden.

Viele Landwirte haben schon jetzt mit einem gesellschaftlich schlechten Image zu kämpfen und gehören gleichzeitig zu einer der am stärksten gesetzlich kontrollierten Branchen. Die Landwirte unserer Region, egal ob in biologischer oder konventioneller Landwirtschaft, leisten einen großen Beitrag für die Menschen. Man würde sich wünschen, dass sich die hier aufspielenden Kritiker einmal ein umfassendes Bild der landwirtschaftlichen Betriebe machen.

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